Der Lubok Verlag für Kunst- und Künstlerbücher entstand aus der Begegnung des Künstlers Christoph Ruckhäberle mit dem Grafiker und Buchdrucker Thomas Siemon. Aus der gemeinsamen Faszination am Künstlerbuch und der Begeisterung für das Medium Grafik entstand die Idee originalgrafische Bücher in hohen Auflagen mit Linolschnitten zeitgenössischer Künstler zu veröffentlichen.

Lubok Bücher sind in zahlreichen Bibliotheken und Grafischen Sammlungen präsent, darunter die Deutsche Nationalbibliothek, die New York Public Library, die Kandinsky Bibliothek des Musée National d'Art Moderne/ Centre Pompidou, das Centre d'Illustration Tomi Ungerer Strasbourg, die Bibliothek des Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg sowie der Staatlichen Museen zu Berlin, das Städtische Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen, die Stiftung Museum Kunst Palast Düsseldorf, uva.

Lubok 1, vergriffen
Linolschnittbuch Lubok 1 Cover

Die Lubok Reihe - Künstlerbücher mit Original-Linolschnitten

Seit 2007 erscheint im Lubok Verlag eine Serie originalgraphischer Linolschnittbücher - die Lubok Reihe. Für jeden Band lädt der Verleger und Künstler Christoph Ruckhäberle ca. 10 zeitgenössische Künstler und Künstlerinnen ein, ihre eigene künstlerische Handschrift im Linolschnitt zu realisieren.
Bestimmend ist dabei die Gleichberechtigung der künstlerischen Positionen, die Versammlung junger und etablierter Künstlerinnen und Künstler ohne Kennzeichnung der Schüler und ihrer sogenannten Meister. Die Künstler nehmen die Herausforderung gern an und nutzen nicht selten die Lubok Bücher als künstlerisches Experimentierfeld. Die Ergebnisse sind entsprechend vielfältig.

Präsident-Zylinder
Druckpresse Präsident-Zylinder

Linolschnitt und druckgrafische Tradition

Gedruckt werden die Bücher direkt von der Linolplatte in Thomas Siemons Druck- und Grafikwerkstatt edition carpe plumbum auf einer Präsident Zylinderpresse aus dem Jahr 1958. Die Auflagen zwischen 300 und 1500 Exemplaren sind für das Genre Künstlerbuch hoch und ermöglichen, die Bücher einem breiten Publikum zu erschwinglichen Preisen zugänglich zu machen.
Lubok Linolschnittbücher folgen hierbei der russischen Tradition der gleichnamigen Volksbilderbögen, preiswerte Originalgrafiken, die bis ins 19. Jahrhundert hinein auf Jahrmärkten verkauft wurden. Wie damals soll Kunst und vor allem Druckgrafik ihren technischen Möglichkeiten entsprechend möglichst breiten Bevölkerungsschichten zugänglich gemacht, soll Kunst demokratisiert werden, ohne auf den Genuss eines Originals mit seinen Farben, seiner Haptik und seinem Geruch verzichten zu müssen.

Lubok auf der New York Art Book Fair 2010

Lubok Spezial, Andere und lubok solo

Neben den Sammelbänden der Lubok Reihe sind zahlreiche originalgrafische Monografien erschienen. Während die Reihe durch einheitliches Format und strenge schwarz-weiß Kontraste im Innenteil besticht, gibt es die Ausgaben Spezial in verschiedenen originalgrafischen Techniken, Formaten und Farbigkeiten.

Die Erweiterung des Verlagsprogramms um Andere, d.h. im Offset bzw. Klischeedruck hergestellte Künstlerbücher und Kataloge ermöglichte nicht nur den Zugang zum Künstlerbuch in den Bereichen Fotografie, Zeichnung, Collage und Konzeptkunst sondern auch die Möglichkeit, Künstler über ihre grafische Arbeit hinaus vorstellen zu können.

Seit 2011 ergänzen die schlanken Linolschnitthefte lubok solo die Sammelbände der Lubok Reihe. In jedem Heft finden sich 16 schwarz-weiße Linolschnitte eines Künstlers. Die Auflage ist limitiert auf je 300 Exemplare.

Lubok Grafikausstellung im Kulturbahnof Eller, Düsseldorf

Lubok unterwegs

Der Lubok Verlag ist auf internationalen Buch- und Kunstmessen vertreten, unter anderem auf der New York Art Book Fair, dem Salon Light Paris und der London Art Book Fair. 2010 war der Lubok Verlag zur Art Basel in der Sektion Off Press sowie zur Independent New York eingeladen.

Durch Lubok-Buch- und Grafikausstellungen in Museen und Galerien wie 2009 im Museum der bildenden Künste Leipzig, 2010 in der Lionel-Feiniger-Galerie in Quedlinburg und 2011 im Kunstmuseum Spendhaus in Reutlingen erhalten der Verlag, die Bücher und die teilnehmenden Künstler eine wichtige institutionelle Aufmerksamkeit und erreichen eine breite Öffentlichkeit.

Bisheriger Höhepunkt der Ausstellungstätigkeit ist die Gruppenausstellung "LUBOK.Grafica contemporanea y libros de artistas de Leipzig" mit ca. 190 druckgrafischen Arbeiten von 27 am Lubok-Projekt beteiligten Künstlerinnen und Künstlern und den Büchern des Verlags, die 2012 im Museo Nacional de la Estampa in Mexico City zu sehen war und im Anschluss zwei Jahre durch Mexiko tourte.